Grauer Star (Kataratkt) Spezialist in Wien
Grauer Star (Katarakt)
Grauer Star was ist das?
Der Graue Star (medizinisch: Katarakt) ist eine natürliche Trübung der Augenlinse, die meist im höheren Alter auftritt.
Typische Symptome sind:
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Verschwommenes oder milchiges Sehen
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Stärkere Blendung, z. B. bei Sonne oder Autofahren bei Nacht
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Häufige Änderung der Brillenstärke
Ist Grauer Star heilbar?
Die gute Nachricht: Der Graue Star lässt sich mit einer kurzen, schmerzfreien Operation dauerhaft beheben.
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Eine Operation wird empfohlen, wenn:
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Die Sehschärfe im Alltag deutlich eingeschränkt ist
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Sie beim Lesen, Autofahren oder bei Hobbys Probleme bemerken
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Ihr Augenarzt eine deutliche Linsentrübung festgestellt hat
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Je nach Befund kann ein zeitnaher Eingriff unnötige Risiken verhindern.
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Grauer Star Operation in Wien | Dr. Seiller-Tarbuk
Grauer Star
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Modernste Diagnostik & individuelle Beratung
Operation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien
Forschungschwerpunkt Premienlinsen und Operationstechniken

Was ist ein Grüner Star?
Ein Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen der Sehnerv nach und nach geschädigt wird. Häufig ist ein erhöhter Augeninnendruck die Ursache, manchmal spielen auch Durchblutungsstörungen oder andere Faktoren eine Rolle.
Das Tückische: Ein Glaukom verläuft meist schleichend und schmerzlos, erste Sehausfälle bleiben oft lange unbemerkt.
Unbehandelt kann es zu einem dauerhaften Verlust des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen.


Ist Grüner Star heilbar?
Grüner Star ist nicht heilbar. Bereits entstandene Schäden am Sehnerv können nicht rückgängig gemacht werden.
Aus diesem Grund ist eine rechtzeitige Diagnose so wichtig! Denn mit einer konsequenten Behandlung lässt sich der Krankheitsverlauf meist deutlich verlangsamen oder stoppen, sodass das vorhandene Sehvermögen erhalten bleibt.
Überschrift H1

Räumlichkeiten
​Blutzuckererkrankung kann so und so das Auge schädigen
Regelmäßige Kontrollen sind wichtig um die Krankheit frühzeitig zu erkennen und ggf eine Behanldung zu beginnen. Nur so kann sehen erhalten bleiben

Operationen
​Blutzuckererkrankung kann so und so das Auge schädigen
Regelmäßige Kontrollen sind wichtig um die Krankheit frühzeitig zu erkennen und ggf eine Behanldung zu beginnen. Nur so kann sehen erhalten bleiben

Notfälle
​Blutzuckererkrankung kann so und so das Auge schädigen
Regelmäßige Kontrollen sind wichtig um die Krankheit frühzeitig zu erkennen und ggf eine Behanldung zu beginnen. Nur so kann sehen erhalten bleiben
Überschrift H1
Monofokal
EDOF
Multifokal
Übersicht Intraokularlinsen






Übersicht Intraokularlinsen






Übersicht Intraokularlinsen

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Jährliche Kontrollen
Ordination
Untersuchung bei Grünem Star
1. Vorsorge
Regelmäßige Glaukom-Vorsorge ist der beste Schutz und ermöglicht oft eine frühe Diagnose.
Bei gesunden Augen prüfen wir Augeninnendruck, Sehnerv und Gesichtsfeld, um Krankheitszeichen rechtzeitig zu erkennen.
2. Verlaufskontrolle
Nach einer Glaukom-Diagnose sind engmaschige Kontrollen entscheidend.
Wir überwachen Druckwerte, Sehnerv, Gesichtsfeld und Bildgebung (Optische Kohärenztomographie), um den Verlauf präzise zu dokumentieren und bei Veränderungen die Therapie rechtzeitig anzupassen.
3. Behandlung
Therapie entsprechend der aktuellen internationalen Leitlinien - von modernen Augentropfen schonende Laserbehandlungen bis zu SLT.
Dank meiner guten Anbindung an die Glaukomambulanz im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien können auch komplexe Fälle und Operationen optimal geplant und nachbetreut werden.
Ablauf
Wie läuft die Glaukom Untersuchung ab?
Vorsorgeuntersuchung
Grüner Star
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In meiner Ordination in Wien biete ich eine umfassende Glaukomdiagnostik nach aktuellen internationalen Leitlinien an. Diese beinhaltet in der Regel:
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Anamnese - Analyse individueller Risikofaktoren
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Tonometrie - Exakte Messung des Augeninnendrucks (Tagesdruckprofil möglich)
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Pachymetrie - Hornhautdickenmessung zur besseren Beurteilung des Augeninnendrucks
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Perimetrie - Diagnostisches Gerät zur Erkennung von Gesichtsfeldausfällen.
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Gonioskopie - Untersuchung des Kammerwinkels mittels Kontaktglas
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Funduskopie - Untersuchung des Augenhintergrunds
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OCT - Hochauflösende Bildgebunge des Sehnervs
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Diese umfangreiche und präzise Diagnostik erlaubt es mir, Anzeichen eines Grünen Star bereits frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig eine Behandlung zu beginnen.
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Verlaufskontrolle
Grüner Star
Wenn bei Ihnen ein Grüner Star festgestellt wurde, sind regelmäßige Kontrollen entscheidend, um den Krankheitsverlauf im Blick zu behalten und Ihre Therapie optimal anzupassen. Bei diesen Terminen messen wir Ihren Augeninnendruck, prüfen den Sehnerv und führen, je nach Bedarf, Gesichtsfeldtests und OCT-Messungen durch.
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Anhand dieser Ergebnisse besprechen wir gemeinsam, ob Ihre aktuelle Behandlung ausreicht oder ob wir Anpassungen vornehmen sollten.
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Mein Ziel der regelmäßigen Verlaufskontrolle ist es eine Verschlechterung frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren, damit Ihre Sehkraft möglichst lange erhalten bleibt - unabhängig davon, in welchem Stadium sich Ihr Glaukom befindet.
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Behandlung
Grüner Star
Die Behandlung des Grünen Stars wird immer individuell auf Sie abgestimmt - entsprechend den aktuellen internationalen Leitlinien. Aufgrund meiner Forschung zu XEN, Preserflo und Trabekulektomie bin ich zudem auch wissenschaftlich auf diesem Gebiet aktiv und mit den neuesten Entwicklungen bestens vertraut.
Ziel ist es, den Augeninnendruck so zu senken, dass Ihr Sehnerv keinen weiteren Schaden nimmt und Ihre Sehkraft möglichst lange erhalten bleibt.
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In vielen Fällen starten wir mit modernen Augentropfen, die den Augeninnendruck zuverlässig senken und gut verträglich sind. Wenn damit keine ausreichende Wirkung erzielt wird oder Sie tropfenfrei bleiben möchten, biete ich Ihnen schonende Laserbehandlungen wie die Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) an.
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Bei fortgeschrittenem Glaukom oder wenn andere Verfahren nicht ausreichen, kann eine Glaukomoperation notwendig sein. Diese Eingriffe werden im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien durchgeführt, wo ich dank meiner engen Anbindung an die Glaukomambulanz auch komplexere Operationen optimal planen und persönlich nachbetreuen kann.
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Applanationstonometrie
Perimetrie
Funduskopie
Pachymetrie
Gonioskopie
OCT
Therapie des Grünen Star
Augentropfen
Drucksenkende Augentropfen sind die bewährte Basis der Glaukomtherapie. Sie können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden, um den Augeninnendruck zuverlässig zu senken.
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Ihre Wirksamkeit ist langfristig wissenschaftlich belegt - wichtig ist jedoch, dass sie konsequent täglich angewendet werden, um den bestmöglichen Therapierfolg zu erzielen.
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Glaukom-Laser (SLT)
Eine Laserbehandlung kann als Ergänzung oder Alternative zu Augentropfen eingesetzt werden. Der Eingriff ist schonend, schmerzarm und in vielen Fällen wiederholbar.
Bei geeigneten Glaukomformen kann lässt sich so der Augeninnendruck effektiv senken und oft auch die Tropfentherapie reduzieren oder sogar ersetzen.
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Operation
Eine Operation wird oft bei fortgeschrittenem Glaukom notwendig oder wenn andere Behandlungsformen den Augeninnendruck nicht ausreichend kontrollieren können.
Ziel des Eingriffs ist es, den Abfluss des Kammerwassers dauerhaft zu verbessern, um den Sehnerv zu schützen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
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Augentropfen
UnterTitel H3
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Glaukom Laser
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Behandlung Grüner Star




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Schritt 1
Anmeldung

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Schritt 1
Untersuchung

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Untersuchung

Hinweis
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Überschrift H1
Anfahrt
Öffentlich
U-Bahn:
U1 Nestroyplatz (Ausgang Rotensterngasse)
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Bus:
5A Praterstrasse​
Parkmöglichkeit
Parkgaragen:
-
Rotensterngasse 23
-
Afrikanergasse 3
-
Praterstrasse 63
Diabetische Retinopathie Häufige Fragen
SLT steht für Selektive Lasertrabekuloplastik – ein ambulantes Verfahren zur Senkung des Augeninnendrucks bei Offenwinkelglaukom oder okulärer Hypertonie. Dabei werden kurze Laserimpulse gezielt in das Kammerwasser-Abflussgewebe (Trabekelmaschenwerk) gesetzt. Ziel ist eine verbesserte Flüssigkeitsableitung und damit Entlastung des Sehnervs.
Ob SLT für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in der Untersuchung. Geeignet sind in der Regel Patientinnen und Patienten mit offenem KammerwinkelÂglaukom oder erhöhtem Augeninnendruck, insbesondere wenn Augentropfen nicht ausreichend wirken, schlecht vertragen werden oder Einnahmeprobleme bestehen.
Die SLT-Behandlung erfolgt ambulant in der Regel in weniger als zehn Minuten pro Auge. Zunächst betäuben wir das Auge mit Augentropfen, dann wird ein Spezialglas aufgesetzt und der Laser in kurzen, gezielten Impulsen gesetzt. Währenddessen sehen Sie Lichtblitze, spüren aber kaum etwas. Anschließend sind Kontrolle und Nachsorge notwendig.
Manche Patientinnen und Patienten bemerken eine Senkung des Augeninnendrucks innerhalb weniger Tage, bei anderen dauert es einige Wochen. Die Drucksenkung liegt typischerweise bei 20-30 % und die Wirkung hält im Schnitt 1-5 Jahre, bei guter Wirkung kann der Eingriff wiederholt werden.
In vielen Fällen gelingt es nach SLT, die Anzahl der Druck-senkenden Tropfen zu reduzieren oder in Absprache mit uns ganz abzusetzen. Allerdings bleibt eine individuelle Kontrolle nötig, und nicht bei jeder Person ersetzt SLT vollständig die medikamentöse Therapie.
SLT gilt als sehr schonende und wenig invasive Methode. Möglich sind vorübergehende Druckanstiege, leichte Entzündungen, Rötung oder Sehunschärfe anfangs. Schwerwiegende Komplikationen sind selten. Das umliegende Gewebe bleibt weitgehend unbeeinträchtigt, wodurch Wiederholungen möglich sind.
Nach SLT sollten Sie sich schonen, dürfen aber sonst ihre normalen Alltagstäglichkeiten erledigen. Sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt, wann ein Autofahren wieder möglich ist. Kontrolluntersuchungen erfolgen typischerweise nach 1-2 Wochen, 4-6 Wochen und dann in regelmäßigen Abständen.
Wenn SLT nicht infrage kommt oder nicht ausreichend wirkt, kann ein Glaukom mit Tropfen, anderen Laservarianten oder operativen Verfahren wie Trabekulektomie oder MIGS erfolgen. In . Die Wahl hängt von Art und Fortschritt des Glaukoms sowie Ihren persönlichen Voraussetzungen ab.
Eine Schlupflid‑Operation (Oberlid‑Blepharoplastik) ist ein kleiner, ambulanter Eingriff zur Korrektur von herabhängenden Oberlidern. Beim Eingriff wird überschüssige Haut und – wenn nötig – auch vorwölbendes Fettgewebe entfernt. Dadurch entsteht wieder eine sichtbare Lidfalte und der Blick wirkt frischer und offener. Die feine Narbe liegt in der Lidumschlagfalte und ist nach dem Abheilen kaum sichtbar.
Der Eingriff wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Je nach Befund dauert die Operation pro Auge etwa 20–30 Minuten, insgesamt meist 1–1,5 Stunden. Die Ärztin oder der Arzt setzt den Schnitt wenige Millimeter hinter der Wimpernreihe, entfernt überschüssige Haut und strafft das Gewebe. Anschließend wird die feine Naht mit Pflasterstreifen abgedeckt. Bei modernen Methoden, wie z. B. der Hochfrequenz‑Technik, ist der Eingriff besonders schonend und schmerzarm.
Die Oberlidstraffung wird ambulant mit lokaler Betäubung durchgeführt. In vielen Fällen erhalten Sie zusätzlich eine leichte Beruhigungstablette, sodass Sie den Eingriff entspannt erleben. Die Operation gilt als schmerzfrei. Auf Wunsch ist die Operation auch in Vollnarkose möglich, dies ist jedoch selten erforderlich.
Unmittelbar nach der Operation können Schwellungen und Blutergüsse auftreten. Diese klingen meist innerhalb von 1–2 Tagen ab, die Blutergüsse nach etwa einer Woche.
Die Nähte werden häufig nach einer Woche entfernt. Schon am nächsten Tag können viele Patientinnen wieder arbeiten, sollten sich aber die ersten Tage Ruhe gönnen. Gesellschaftsfähig sind Sie in der Regel nach 7 Tagen; komplett abgeheilt ist die Narbe nach einigen Wochen. Das endgültige Ergebnis ist nach 6–12 Wochen sichtbar.
Raucherinnen und Diabetiker*innen benötigen manchmal etwas länger.
Sport: Größere körperliche Anstrengungen sollten Sie in der ersten Woche vermeiden. Leichte sportliche Aktivitäten sind nach etwa einer Woche möglich; intensiver Sport meist nach 3–4 Wochen.
Schminken: Make‑up können Sie nach ca. 10 Tagen wieder auftragen.
Kontaktlinsen: Kontaktlinsen sollten während der Operation entfernt werden; das Tragen ist nach einer Woche wieder möglich.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn medizinische Gründe vorliegen, beispielsweise etwa eine nachgewiesene Gesichtsfeldeinschränkung oder ein erheblicher psychischer Leidensdruck.
Bei rein ästhetischen Eingriffen müssen Sie die Operation selbst bezahlen. Privatversicherte sollten ihren Vertrag prüfen und gegebenenfalls eine Kostenübernahme beantragen.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Schlupflid‑Operation Risiken. Mögliche Komplikationen sind Blutergüsse, Blutungen, Wundheilungsstörungen oder Infektionen. Selten können Nachblutungen oder vorübergehendes Trockenheitsgefühl der Augen auftreten. In erfahrenen Händen sind die Risiken jedoch gering; durch sorgfältige Voruntersuchung und präzise Operationstechnik lassen sie sich weiter minimieren. Wichtig ist es, nach dem Eingriff die Augen zu kühlen, nicht zu reiben und die verordneten Medikamente einzunehmen.
Die Narbe liegt in der natürlichen Lidfalte und ist daher kaum sichtbar. Moderne Operationstechniken sorgen dafür, dass die Narben nach wenigen Wochen nahezu unsichtbar sind. Einige Tage nach der Operation sind die Pflasterstreifen noch zu sehen; später verschwindet die feine Linie in der Hautfalte.
Der Effekt einer Oberlidstraffung ist in der Regel dauerhaft. Da der Hautüberschuss entfernt und das Muskelgewebe gestrafft wird, hält das Ergebnis häufig zehn Jahre oder länger. Wie stark und wie schnell die Haut erneut erschlafft, hängt vom natürlichen Alterungsprozess, der Hautpflege und dem Lebensstil ab.
Typischerweise kommen Patientinnen ab dem 40. Lebensjahr zur Beratung, wenn erste Fältchen und ein Hautüberschuss an den Oberlidern auftreten. In ausgeprägten Fällen kann die Lidhaut bereits früher hängen. Eine Operation aus medizinischer Indikation ist jedoch meist erst deutlich später notwendig.
Geeignete Kandidatinnen sind gesunde Erwachsene ohne gravierende Augen‑ oder Hauterkrankungen. Eine Schlupflid‑Operation kann notwendig sein, wenn das Sichtfeld eingeschränkt ist, die Augen müde wirken oder Make‑up ständig verwischt.
Vor der Operation ist eine gründliche Voruntersuchung wichtig. Wie bei allen Eingriffen sollten Sie blutverdünnende Medikamente wie Aspirin rechtzeitig absetzen. Verzichten Sie eine Woche vor dem Eingriff auf Nikotin und Alkohol, da diese die Wundheilung verzögern. Kommen Sie am OP‑Tag ungeschminkt und bringen Sie eine Begleitperson mit, falls Sie eine Sedierung erhalten.
Leichte Schlupflider lassen sich mit Make‑up‑Techniken, Hautpflege oder speziellen Tapes vorübergehend kaschieren, jedoch nicht dauerhaft beseitigen. Laser‑ oder Plasma‑Verfahren können kleine Hautüberschüsse ohne Schnitt entfernen, haben aber bei ausgeprägten Schlupflidern nur begrenzten Nutzen. Eine operative Oberlidstraffung ist daher die einzige dauerhafte Lösung.
Als Chirurg der regelmäßig Lidoperationen durchführt, vertrete ich die Meinung, dass es sowohl ein Facharzt für Augenheilkunde als auch ein plastischer Chirurg eine Lidoperation optimal durchführen wird. Dank meiner Tätigkeit im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, kann ich Sie von der Erstuntersuchung inkl. Bewilligung und Beratung bis hin zur Operation rund um persönlich betreuen. Achten Sie darauf, dass der behandelnde Arzt viel Erfahrung in Lidchirurgie hat und regelmäßig operiert. Seriöse Kliniken und Ärzte informieren transparent über die OP‑Methoden, erklären mögliche Risiken und beantworten Ihre Fragen ausführlich. Eine persönliche Beratung und Beurteilung der individuellen Situation ist ebenfalls unerlässlich.
Unter Crosslinking versteht man ein Verfahren zur Stabilisierung der Hornhaut. Dabei werden Tropfen mit Vitamin B2 (Riboflavin) auf die Hornhaut gegeben und anschließend mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Durch diese Kombination entstehen zusätzliche Querbindungen zwischen den Kollagenfasern, die das Gewebe wie ein Netz verstärken. Crosslinking ist vor allem bei Keratokonus und anderen Hornhautektasien sinnvoll, um ein Fortschreiten der Verdünnung zu stoppen und eine Transplantation hinauszuschieben. Die Form der Hornhaut wird dadurch meist nicht zurückgebildet, aber das Fortschreiten der Erkrankung kann gestoppt oder deutlich verlangsamt werden.
Ein Crosslinking wird empfohlen, wenn nachweislich ein Fortschreiten des Keratokonus oder einer anderen Hornhautektasie vorliegt. Typische Anzeichen sind eine zunehmende Hornhautverkrümmung und schnell wechselnde Brillenwerte. Je früher die Behandlung erfolgt, desto besser lässt sich die Sehschärfe erhalten. Bei stabilen Befunden ohne Veränderung über längere Zeit ist meist kein sofortiges Eingreifen notwendig. Besonders bei Kindern und Jugendlichen schreitet die Erkrankung oft schneller voran, weshalb hier eine rasche Entscheidung für eine Behandlung wichtig ist.
Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert insgesamt rund eine Stunde. Er läuft in mehreren Schritten ab:
Betäubung: Vor der Behandlung bekommen Sie lokale Betäubungstropfen. Eine Vollnarkose ist nicht nötig.
Epithelbehandlung: Beim klassischen "Epi‑off"‑Verfahren wird die oberflächliche Zellschicht (Epithel) vorsichtig entfernt, damit die Riboflavin‑Tropfen gut eindringen können. Beim "Epi‑on"‑Verfahren bleibt das Epithel erhalten, was die Heilung beschleunigen kann, aber weniger intensiv wirkt.
Riboflavin‑Einträufeln: Über 15 bis 30 Minuten werden regelmäßig Vitamin‑B2‑Tropfen auf die Hornhaut gegeben. Diese dienen als Photosensibilisator.
UV‑Bestrahlung: Anschließend wird die Hornhaut für etwa zehn bis dreißig Minuten mit UVA‑Licht bestrahlt. Die Bestrahlung aktiviert das Riboflavin und fördert die Quervernetzung der Kollagenfasern.
Schutzkontaktlinse: Nach der Bestrahlung wird eine weiche Verbandslinse eingesetzt, um die Hornhaut zu schützen, bis das Epithel nachgewachsen ist.
Dank der Betäubungstropfen verspüren die meisten Patientinnen und Patienten während der Behandlung keine Schmerzen. Einige berichten von einem leichten Druckgefühl oder brennenden Geruch, was normal ist. In den ersten Stunden danach können die Augen tränen, sandig oder lichtempfindlich sein. Dieses Fremdkörpergefühl klingt meist innerhalb weniger Tage ab. Bei Bedarf erhalten Sie Schmerzmittel und beruhigende Tropfen für die ersten Abende zu Hause.
Die Hornhaut braucht Zeit, um sich zu regenerieren. In den ersten Wochen nach dem Eingriff ist das Sehen oft verschwommen, und die Dioptrien können schwanken. In der Regel stabilisiert sich das Sehvermögen innerhalb von zwei bis drei Monaten. Erst dann lässt sich beurteilen, ob eine zusätzliche Sehkorrektur wie eine Speziallinse oder ein Ringsegment sinnvoll ist. Während dieser Phase sollten Sie Ihre Nachsorge‑Termine konsequent wahrnehmen.
Zahlreiche Studien zeigen, dass Crosslinking das Fortschreiten der Erkrankung bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen stoppt. In etwa zwei Dritteln der Fälle verbessert sich die Sehschärfe sogar leicht, weil die Hornhaut wieder etwas glatter wird. Langzeituntersuchungen über zehn Jahre und länger belegen, dass die stabilisierende Wirkung in der Regel dauerhaft ist. Nur selten muss der Eingriff wiederholt werden.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch beim Crosslinking mögliche Nebenwirkungen. Die häufigsten Beschwerden sind vorübergehende Schmerzen, Brennen, Lichtempfindlichkeit und ein Tränengefühl in den ersten Tagen. Seltener kommt es zu Hornhauttrübungen oder – bei unzureichender Hygiene – zu Infektionen. Deshalb ist die sorgfältige Anwendung von antibiotischen und entzündungshemmenden Tropfen wichtig. Extreme Risiken wie bleibende Narben oder ausgeprägte Sehminderung sind selten und werden durch eine sorgfältige Voruntersuchung und moderne Behandlungstechnik minimiert.
Am Behandlungstag sollten Sie ohne Kontaktlinsen in die Praxis kommen, da diese die Hornhaut verformen können. Verzichten Sie auf Make‑up, Cremes, Rasierwasser oder Parfüm, weil diese Stoffe die Arbeit unter dem Operationsmikroskop beeinträchtigen. Da Sie danach nicht selbst fahren dürfen, organisieren Sie bitte jemanden, der Sie abholt. Eine leichte Mahlzeit vor dem Eingriff ist erlaubt, damit Sie sich wohlfühlen.
Nach dem Crosslinking beginnt der Heilungsprozess. In dieser Zeit gilt:
Berühren oder reiben Sie Ihre Augen nicht und vermeiden Sie Schwimmbäder, Sauna und staubige Umgebungen für mindestens eine Woche.
Duschen ist erlaubt, aber halten Sie Wasser und Shampoo vom Gesicht fern.
Tragen Sie die verordnete Verbandslinse, bis der Arzt sie entfernt, und verwenden Sie die mitgegebenen Tropfen genau nach Plan.
Bringen Sie zu den Kontrollterminen Ihre aktuelle Brille und eventuell vorhandene Kontaktlinsen mit, damit der Heilungsverlauf beurteilt werden kann.
Wenn Sie berufstätig sind, planen Sie eine Auszeit von etwa einer Woche ein. Die genaue Dauer hängt von Ihrem Beruf und der individuellen Heilung ab.
In den allermeisten Fällen reicht eine Behandlung pro Auge aus, weil der Effekt dauerhaft anhält. Sollte die Erkrankung dennoch weiter fortschreiten, ist eine erneute Vernetzung möglich. Ob beide Augen nacheinander oder gleichzeitig behandelt werden, wird individuell entschieden. Häufig wird zunächst das stärker betroffene Auge behandelt und das zweite nach einigen Wochen, wenn das erste Auge gut verheilt ist. Dadurch können Sie im Alltag auf das besser sehende Auge zurückgreifen.
Crosslinking kann bei Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt werden, sobald ein fortschreitender Keratokonus nachgewiesen ist. Da die Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen oft besonders schnell voranschreitet, wird die Behandlung in dieser Altersgruppe möglichst früh angeboten. Die Sicherheit des Verfahrens ist auch bei jungen Patienten hoch, und die frühzeitige Stabilisierung verhindert größere Sehprobleme im Erwachsenenalter.
Beim Epi‑off‑Verfahren wird die oberste Zellschicht der Hornhaut entfernt, damit das Riboflavin tiefer eindringen kann. Dadurch ist die Vernetzung besonders effektiv, allerdings dauert die Heilung einige Tage länger. Beim Epi‑on‑Verfahren bleibt das Epithel intakt. Das mindert Schmerzen und beschleunigt die Regeneration, die Wirkung ist jedoch möglicherweise etwas geringer. Welches Verfahren besser geeignet ist, hängt von der Hornhautdicke, dem Stadium der Erkrankung und Ihren persönlichen Voraussetzungen ab. In unserer Praxis beraten wir Sie ausführlich zu beiden Varianten.
Nach der Behandlung sollten Sie mindestens eine Woche Urlaub einplanen, damit das Auge ungestört heilen kann. Längeres Arbeiten am Bildschirm oder an staubigen Maschinen kann den Heilungsprozess verlängern. Sportarten mit intensiver Belastung, Schwimmen oder Kontaktsport sollten Sie für zwei bis drei Wochen pausieren. Leichte Spaziergänge oder entspanntes Yoga sind bereits nach wenigen Tagen möglich.
Viele Augenerkrankungen entwickeln sich schleichend und werden erst bemerkt, wenn das Sehvermögen schon erheblich beeinträchtigt ist. Eine Routinekontrolle ermöglicht es, Fehlsichtigkeiten und Krankheiten wie Grüner Star, Makuladegeneration oder diabetische Netzhautveränderungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Frühzeitige Diagnose schützt Ihre Sehkraft und steigert Ihre Lebensqualität.
Die Häufigkeit hängt von Alter, Gesundheitszustand und Risiko ab. Als grobe Orientierung gelten folgende Intervalle:
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eine erste augenärztliche Untersuchung sollte spätestens vor dem Schuleintritt erfolgen. Danach ist alle zwei Jahre ein Check sinnvoll, bei bestehender Fehlsichtigkeit oder sichtbaren Beschwerden häufiger.
Erwachsene unter 40 Jahren: Bei gesunden Augen reicht alle zwei bis drei Jahre eine Vorsorgeuntersuchung. Wer viel am Bildschirm arbeitet oder Kontaktlinsen trägt, sollte jährlich kontrollieren lassen.
Erwachsene ab 40 Jahren: Ab diesem Alter steigt das Risiko für Alterssichtigkeit und Grünen Star. Fachgesellschaften empfehlen daher alle ein bis zwei Jahre einen Augencheck.
Personen ab 60 Jahren: Jährliche Kontrollen werden empfohlen, um Grauen Star, Makuladegeneration und andere altersbedingte Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen.
Risikogruppen: Menschen mit starker Kurz- oder Weitsichtigkeit, familiärer Vorbelastung, Diabetes, Bluthochdruck oder Einnahme von Kortison sollten mindestens einmal pro Jahr zum Augenarzt gehen.
Augenprobleme im Kindesalter können zu bleibenden Sehschwächen führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. Ein erster Test erfolgt meist im Zuge der Mutter-Kind-Pass Untersuchungen im Alter von 10 bis 14 Monaten und eine ausführliche Kontrolle zwischen 22 und 26 Monaten. Spätestens mit drei bis vier Jahren sollte jedes Kind eine vollständige Sehprüfung durchlaufen. Anschließend sind regelmäßige Kontrollen im Abstand von ein bis zwei Jahren sinnvoll.
Eine umfassende Augenuntersuchung umfasst mehrere Schritte:
Anamnese: Wir besprechen Ihre Beschwerden, Ihre Sehgewohnheiten, Vorerkrankungen und Familiengeschichte.
Sehtest und Refraktionsbestimmung: Sehschärfe und Brechkraft werden mit Sehtafeln und speziellen Geräten überprüft, um Fehlsichtigkeiten festzustellen.
Spaltlampenuntersuchung: Mit der Spaltlampe begutachten wir Hornhaut, Linse, Bindehaut und andere vordere Strukturen des Auges.
Augeninnendruckmessung: Zur Früherkennung von Grünem Star messen wir den Augeninnendruck, meist mit einem berührungslosen „Pustetest“ oder einem sanften Kontaktmessverfahren.
Netzhaut- und Sehnervenuntersuchung: Mithilfe einer Lupe oder moderner bildgebender Verfahren wie der optischen Kohärenztomographie (OCT) prüfen wir den Augenhintergrund auf Veränderungen an Makula und Sehnerv.
Weitere Tests nach Bedarf: Je nach Alter und Risikoprofil können zusätzliche Untersuchungen wie Gesichtsfeldmessung, Farbsehtest oder Pupillenerweiterung nötig sein.
Eine standardisierte Routinekontrolle dauert meist 20 bis 30 Minuten. Müssen Pupillen erweitert oder zusätzliche Tests durchgeführt werden, verlängert sich die Zeit entsprechend. Planen Sie etwa eine Stunde ein, wenn umfassende Untersuchungen anstehen.
Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit:
Ihre aktuellen Brillen oder Kontaktlinsen sowie die zugehörigen Sehrezepte.
Vorhandene Arztberichte, Augenpass oder Mutter-Kind-Pass-Einträge.
Eine Liste Ihrer Medikamente und bekannten Allergien.
Bei Kontaktlinsen: Tragen Sie die Linsen nicht unmittelbar vor dem Termin. Weiche Kontaktlinsen sollten ein bis zwei Tage vorher abgesetzt werden, formstabile Linsen am Untersuchungstag. Bringen Sie ein Linsenbehältnis und Pflegemittel mit.
Ja. Um die Hornhaut und den Tränenfilm korrekt zu beurteilen, sollten Kontaktlinsen kurz vor der Untersuchung nicht getragen werden. Weiche Linsen sollten ein bis zwei Tage, formstabile Linsen zumindest am Untersuchungstag entnommen werden. Während der Kontrolle tragen Sie eine Brille oder Sie kommen ohne Sehhilfe, wenn Sie problemlos sehen können.
Zu den häufigsten Befunden zählen Fehlsichtigkeiten (Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeit), Alterssichtigkeit, Grauer Star, Grüner Star, Makuladegeneration, diabetische Netzhauterkrankungen, Hornhauterkrankungen und trockene Augen. Durch die frühzeitige Diagnose können wir gezielt therapieren oder Sie an geeignete Spezialisten überweisen.
Ja. Viele Augenkrankheiten verursachen anfangs keine Symptome. Regelmäßige Vorsorge hilft, Probleme zu erkennen, bevor sie bleibende Schäden anrichten. Wer sich auf sein Sehvermögen verlässt, riskiert, Erkrankungen erst spät zu bemerken.
Kontaktlinsenträger sollten mindestens einmal pro Jahr zu einer Kontrolle kommen, um Hornhaut, Bindehaut und Tränenfilm zu überprüfen. Träger von weichen Linsen können auch halbjährliche Checks in Erwägung ziehen. Brillenträger ohne Beschwerden sollten sich alle ein bis zwei Jahre untersuchen lassen, um die aktuelle Sehstärke zu überprüfen und die Gesundheit der Augen zu bestätigen.
Sollte die Routinekontrolle Hinweise auf eine Erkrankung liefern, besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen. Dies kann die Anpassung Ihrer Sehhilfe, medikamentöse Therapie oder eine Überweisung an eine spezialisierte Klinik umfassen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich.
Diabetische Retinopathie ist eine Netzhauterkrankung, die durch langanhaltend erhöhte Blutzuckerwerte hervorgerufen wird. Der Zucker greift die feinen Blutgefäße der Netzhaut an, sodass sie zunächst kleine Aussackungen und Undichtigkeiten entwickeln. In der Frühphase (nicht proliferative Retinopathie) treten meist keine Sehstörungen auf, doch im fortgeschrittenen Stadium (proliferative Retinopathie) bilden sich neue, instabile Gefäße, die bluten oder Narbengewebe verursachen können. Ohne rechtzeitige Behandlung drohen Sehverlust bis hin zur Erblindung.
Neben der Dauer des Diabetes spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Ein unzureichend eingestellter Blutzucker und hoher Blutdruck belasten die Gefäße. Rauchen, erhöhte Blutfette und eine diabetische Nierenerkrankung steigern das Risiko. Auch eine Schwangerschaft, eine lange Diabetesdauer sowie eine frühe Diabeteserkrankung begünstigen die Entstehung.
Bereits bei Diagnosestellung sollte eine Netzhautuntersuchung mit weit getropften Pupillen erfolgen. Bei Typ-1-Diabetikern beginnt das Screening etwa ab dem elften Lebensjahr oder fünf Jahre nach Erstdiagnose. Bei Typ-2-Diabetikern ist ein erster Augencheck sofort nach Feststellung des Diabetes ratsam. Sind keine Netzhautveränderungen nachweisbar und bestehen keine Risikofaktoren, reicht in der Regel alle ein bis zwei Jahre eine Kontrolluntersuchung. Liegen Veränderungen oder Risiken vor, empfiehlt sich eine jährliche oder halbjährliche Kontrolle. Ein dauerhaft erhöhter HbA1c-Wert über acht Prozent oder Bluthochdruck erfordert häufigere Untersuchungen.
In der Anfangsphase bemerken Betroffene meist keine Symptome. Erst wenn sich Blutungen, Flüssigkeitsansammlungen oder Netzhautschäden bilden, verschlechtert sich das Sehen. Typische Warnzeichen sind unscharfes oder verschwommenes Sehen, dunkle Flecken oder schlierenartige Schatten, ein roter Schleier vor den Augen, Lichtblitze oder das Gefühl von „Rußregen“. Ein schweres diabetisches Makulaödem führt zu einem dunklen Fleck in der Bildmitte. Diese Symptome erfordern dringend eine augenärztliche Abklärung.
Die nicht proliferative diabetische Retinopathie ist das Frühstadium. Hier schädigt der Diabetes die Gefäßwände, es kommt zu kleinen Blutungen und winzigen Proteinablagerungen. Diese Schäden können über Jahre bestehen, ohne dass das Sehen betroffen ist. In der proliferativen Phase versucht das Auge, die mangelhafte Durchblutung durch die Bildung neuer Gefäße auszugleichen. Diese sind jedoch brüchig und verursachen Blutungen und Bindegewebswucherungen, die zum Netzhautriss oder zur Erblindung führen können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.
Die Makula ist der Punkt des schärfsten Sehens. Durch diabetesbedingte Entzündungen oder Gefäßlecks kann sich Flüssigkeit in diesem Bereich ansammeln. Betroffene bemerken eine zentrale Sehverschlechterung, verzerrtes Sehen oder Farbveränderungen. Das Makulaödem tritt bei beiden Formen der Retinopathie auf und bedarf einer gezielten Therapie, weil es die Lebensqualität stark beeinträchtigt.
Der Augenarzt nimmt zunächst eine ausführliche Anamnese zu Diabetesdauer, Blutzuckerwerten und Begleiterkrankungen auf. Anschließend werden Sehschärfe und Augeninnendruck gemessen. Für eine genaue Beurteilung der Netzhaut wird die Pupille mit Augentropfen erweitert. Der Arzt betrachtet die Netzhaut mit der Spaltlampe und kann mittels optischer Kohärenztomographie oder Fluoreszenzangiographie Gefäßveränderungen und Makulaödeme sichtbar machen. Diese Untersuchungen sind schmerzfrei, allerdings kann die Pupillenerweiterung das Sehen für mehrere Stunden beeinträchtigen. Daher ist Autofahren danach nicht empfohlen.
Die wichtigste Therapie ist die optimale Einstellung des Blutzuckers, Blutdrucks und der Blutfette sowie der Verzicht auf Nikotin. Bei frühen Veränderungen kann eine konsequente Stoffwechselkontrolle das Fortschreiten verlangsamen. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, kommen folgende Verfahren zum Einsatz:
Intravitreale Injektionen: Medikamente wie Anti-VEGF-Wirkstoffe oder Kortikosteroide werden direkt ins Auge gespritzt, um Gefäßlecks zu reduzieren und ein Makulaödem zu behandeln. Dies geschieht ambulant unter lokaler Betäubung und meist mehrmals im Abstand von einigen Wochen.
Laserbehandlung: Beim fortgeschrittenen Stadium können Laserstrahlen undichte Gefäße veröden oder flächenhaft Netzhautteile behandeln, um die Neubildung von Gefäßen zu verhindern. Die Lasertherapie kann die Sehkraft stabilisieren, aber verlorenes Sehvermögen in der Regel nicht zurückbringen.
Vitrektomie: Bei großen Blutungen oder Narbenbildung führt der Chirurg eine Glaskörperoperation durch, um das Blut zu entfernen und die Netzhaut zu begradigen.
Eine gute Diabeteseinstellung bleibt der wichtigste Faktor. Prüfen Sie regelmäßig Ihren Blutzucker und den HbA1c-Wert, achten Sie auf normale Blutdruck- und Cholesterinwerte und halten Sie Ihr Gewicht im gesunden Bereich. Verzichten Sie auf das Rauchen und konsumieren Sie Alkohol nur in Maßen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sowie regelmäßige Bewegung unterstützen die Gefäßgesundheit. Gehen Sie konsequent zu den empfohlenen Augenuntersuchungen, auch wenn Sie keine Symptome bemerken, und informieren Sie Ihren Augenarzt über Schwangerschaftspläne oder plötzlich auftretende Beschwerden.
Diabetische Retinopathie lässt sich nicht vollständig heilen. Dennoch kann eine frühzeitige Diagnose in Verbindung mit einer guten Stoffwechselkontrolle und moderner Therapie ein Fortschreiten stoppen oder verlangsamen. Viele Patienten behalten mit der richtigen Behandlung über Jahrzehnte ihr Sehvermögen. Je eher Veränderungen erkannt werden, desto besser lässt sich die Netzhaut stabilisieren.
Allgemein gilt: Je höher der HbA1c-Wert über dem Zielbereich liegt und je länger die Erhöhung anhält, desto größer ist das Risiko für Gefäßschäden. Bei Werten unter sieben Prozent ist das Risiko gering, während ein Wert über acht Prozent eine intensivere Kontrolle und häufigere Augenuntersuchungen erfordert. Ihr Hausarzt und Diabetologe kann Ihnen einen individuellen Zielwert empfehlen.
Nach intravitrealen Injektionen sollten Sie das behandelte Auge einige Tage schonen und nicht reiben. Schwimmen und Sauna sind für eine Woche zu vermeiden, damit keine Keime ins Auge gelangen.
Nach einer Laserbehandlung kann das Sehfeld eingeschränkt wirken oder Lichtempfindlichkeit auftreten, diese Beschwerden klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Nach einer Vitrektomie gelten individuelle Regeln, unter anderem für die Kopfhaltung und das Vermeiden schwerer körperlicher Belastung. Ihr Augenarzt wird Sie hierzu ausführlich beraten.
Die Hormonumstellung und die metabolische Belastung in der Schwangerschaft können eine bestehende Retinopathie verschlechtern. Schwangere Diabetikerinnen sollten vor der Schwangerschaft und im ersten Trimester eine augenärztliche Kontrolle durchführen lassen. Während der Schwangerschaft sind engmaschigere Untersuchungen nötig, um ein Fortschreiten rechtzeitig zu erkennen. Eine gute Einstellung von Blutzucker und Blutdruck hilft, Komplikationen zu vermeiden.
Ja. Menschen mit Diabetes entwickeln häufiger einen grauen Star (Katarakt), grünen Star (Glaukom) und trockene Augen. Eine konsequente Blutzucker- und Blutdruckkontrolle sowie regelmäßige Augenuntersuchungen können auch diese Risiken mindern. Informieren Sie Ihren Augenarzt über alle Beschwerden, damit er die passende Diagnostik und Therapie einleiten kann.
In den ersten Lebensjahren entwickelt sich das Sehvermögen rasant. Fehlsichtigkeiten, Schielen oder angeborene Augenkrankheiten bleiben von Kindern selten selbst bemerkt, sie sind aber die häufigsten Ursachen für eine lebenslange Schwachsichtigkeit. Durch eine zeitgerechte Untersuchung lassen sich diese Probleme früh erkennen und mit einfachen Maßnahmen wie Brillenkorrektur oder Sehtraining dauerhaft beheben. Damit tragen Sie dazu bei, dass Ihr Kind beidäugig und mit vollem Sehpotential ins Leben startet.
Die Mutter‑Kind‑Pass‑Vorsorge sieht zwei Augenuntersuchungen vor. Die erste Untersuchung sollte im Alter von etwa 10 bis 14 Monaten erfolgen und kann von der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder einem Augenarzt durchgeführt werden. Die zweite und ausführliche Untersuchung ist zwischen dem 22. und 26. Monat vorgesehen. Sie muss zwingend von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie vorgenommen werden. Darüber hinaus empfehlen wir regelmäßige Kontrollen vor Schuleintritt und bei Auffälligkeiten.
Kinderärztinnen und Kinderärzte können die grobe Sehfähigkeit beurteilen und Hinweise auf Schielen erkennen. Ein Augenarzt verfügt jedoch über spezielle Messgeräte und Erfahrung, um auch subtile Fehlsichtigkeiten oder beginnende Sehschwächen zu diagnostizieren. Viele Eltern lassen deshalb die erste Mutter‑Kind‑Pass‑Untersuchung ebenfalls beim Augenarzt durchführen, vor allem dann, wenn es familiäre Vorbelastungen wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Schielen gibt.
Die Untersuchung besteht aus mehreren Teilen:
Anamnese: Wir besprechen mit Ihnen, ob Ihnen Sehstörungen, Schielen oder ungewöhnliches Verhalten aufgefallen sind. 
Tests zur Sehschärfe: Je nach Alter lassen wir Ihr Kind Bilder oder Symbole erkennen. Ziel ist es, grobe Sehfehler abzuschätzen.
Überprüfung der Augenstellung: Mit spielerischen Methoden prüfen wir, ob die Augen parallel stehen und richtig zusammenarbeiten. 
Untersuchung der Augenstruktur: Mittels Spaltlampenmikroskop begutachten wir Hornhaut, Linse und vorderen Augenabschnitt. Anschließend betrachten wir den Augenhintergrund (Netzhaut, Sehnerv).
Refraktionsmessung: Um Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus zu erkennen, müssen wir die Pupillen mit Augentropfen erweitern. Erst dann lässt sich die Brechkraft zuverlässig bestimmen. 
Die Pupillenerweiterung (medizinisch Mydriasis) sorgt dafür, dass die Muskulatur, welche die Linse kontrolliert, kurzzeitig entspannt wird. Nur so können wir mit Skiaskopie oder Autorefraktometer exakt messen, ob eine Brille nötig ist. Ohne Tropfen würde sich die Linse ständig anpassen und das Ergebnis wäre unzuverlässig.
Die Augentropfen brennen maximal ein paar Sekunden. Anschließend sieht Ihr Kind in der Nähe für einige Stunden unscharf und ist lichtempfindlich. Das Sehen in die Ferne bleibt meistens gut. Nach sechs bis acht Stunden ist der Effekt verschwunden. Bitte bringen Sie für den Heimweg eine Sonnenbrille oder eine Schirmkappe mit und vermeiden Sie direkten Sonnenschein.
Planen Sie für die komplette Untersuchung etwa 45 - 90 Minuten ein. Zunächst werden die Pupillentropfen verabreicht, dann können Sie mit Ihrem Kind im Wartezimmer spielen, bis die Tropfen wirken. Danach führen wir die refraktive Messung, Sehschärfetests und die Kontrolle der Netzhaut durch. Während der gesamten Zeit steht eine Orthoptistin (Sehschule) zur Seite, die Kinder liebevoll motiviert und den Ablauf spielerisch gestaltet. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei.
Erzählen Sie Ihrem Kind in einfachen Worten, dass der Augenarzt seine Augen anschaut und vielleicht ein paar Tropfen hinein gibt. Bringen Sie das Mutter‑Kind‑Pass‑Heft, die E‑Card, einen Schnuller oder Kuscheltier sowie etwas zu trinken mit. Wählen Sie eine Tageszeit, zu der Ihr Kind ausgeschlafen ist, und vermeiden Sie Termine direkt vor dem Mittagsschlaf. Wenn Sie eine Sonnenbrille für Ihr Kind besitzen, nehmen Sie sie mit.
Sollten wir eine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder einen Astigmatismus feststellen, erklären wir Ihnen ausführlich, wie stark die Abweichung ist und welche Therapie sinnvoll ist. Meist reicht eine Brille oder bei ausgeprägtem Schielen zusätzlich eine okklusionsbasierte Sehschulung. Eine frühe Korrektur verhindert, dass sich eine dauerhafte Sehschwäche entwickelt.
Auch nach der zweiten Mutter‑Kind‑Pass‑Untersuchung sollten die Augen regelmässig kontrolliert werden. Wir empfehlen eine Untersuchung kurz vor dem dritten Geburtstag, dann wieder vor dem Schuleintritt und danach in ein‑ bis zweijährigen Abständen, besonders wenn ein Sehfehler vorliegt oder Familienmitglieder stark fehlsichtig sind. Frühgeborene und Kinder mit bekannten Erkrankungen sollten häufiger zur Kontrolle kommen.
Ja. Schielen, Zukneifen eines Auges, Augenzittern, unterschiedliche Pupillenfarben oder extremes Lichtblinzeln sollten immer sofort ärztlich abgeklärt werden, unabhängig vom Mutter‑Kind‑Pass. Auch wenn Ihr Kind sehr nah an Gegenständen liest, häufig stolpert oder den Kopf schief hält, empfehlen wir eine Untersuchung, um ernstere Ursachen auszuschließen.
In vielen Ordinationen arbeiten speziell ausgebildete Orthoptistinnen, die sich auf die Diagnose und Therapie von Schielen, Schwachsichtigkeit und Augenbewegungsstörungen spezialisiert haben. Sie führen spielerische Tests durch, messen die Augenstellung und begleiten die kleinen Patientinnen und Patienten bei der Sehschule. Ihre enge Zusammenarbeit mit dem Augenarzt sorgt für präzise Ergebnisse und individuelle Therapieempfehlungen.
Ja. Nach der Untersuchung kann Ihr Kind grundsätzlich in den Kindergarten oder zur Tagesbetreuung zurückgehen. Bitte informieren Sie die Betreuungsperson, dass Ihr Kind vorübergehend unscharf sieht und lichtempfindlich sein kann. Für Aktivitäten im Freien sollte eine Mütze oder Sonnenbrille bereitstehen.
Neben den Mutter‑Kind‑Pass‑Untersuchungen spielt der Alltag eine wichtige Rolle für die Augenentwicklung. Ermöglichen Sie Ihrem Kind täglich Aufenthalt im Freien, vermeiden Sie übermäßige Bildschirmzeit und achten Sie darauf, dass Bücher und Spielzeug nicht direkt vor das Gesicht gehalten werden. Gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf fördern die Entwicklung des Sehvermögens. Bei Auffälligkeiten sollten Sie nicht bis zur nächsten Routineuntersuchung warten, sondern frühzeitig zum Augenarzt kommen.
Beim Grauen Star trübt sich die natürliche Augenlinse. Betroffene sehen wie durch einen Schleier, Farben und Kontraste wirken blasser und in fortgeschrittenen Fällen erscheint hinter der Pupille eine gräuliche Färbung. Die Krankheit verläuft meist schleichend; in Österreich sind über 90 % der Fälle altersbedingt.
Als Risikofaktoren gelten u.a. starke UV‑Strahlung, Rauchen, Diabetes, Augenentzündungen, frühere Augenoperationen und langjähriger Kortisongebrauch. Erbliche Formen und angeborene Katarakte sind selten.
Typische Anzeichen sind verschwommenes oder nebliges Sehen, eine erhöhte Blendempfindlichkeit, schlechteres Kontrastsehen und manchmal monokulare Doppelbilder. Viele Patienten bemerken Schwierigkeiten beim Lesen, Autofahren im Dunkeln oder ein grauen Schleier über der Umgebung.
Schmerzen treten nicht auf, weshalb die Erkrankung oft lange unbemerkt bleibt.
Da sich die Linsentrübung meist ab dem mittleren Lebensalter entwickelt, empfehlen Augenärzte ab ca. 40–50 Jahren regelmäßige Kontrollen. Bei erhöhtem Risiko (z. B. familiäre Vorbelastung, Diabetes, starke UV‑Belastung) ist eine jährliche Vorsorge sinnvoll.
Zwar lässt sich die Erkrankung nicht zuverlässig verhindern, doch können Sonnenbrille, Rauchstopp und eine gute Blutzuckereinstellung das Risiko reduzieren.
Der Augenarzt untersucht das Auge mit einem Spaltlampenmikroskop. Dabei vergrößert er die Augenlinse und erkennt selbst kleine Trübungen. Vor der Untersuchung werden meist die Pupillen mit Tropfen erweitert, was für einige Stunden zu verschwommenem Sehen führt.
Zur OP‑Planung messen moderne Geräte zusätzlich die Länge des Auges und die Krümmung der Hornhaut (Biometrie) sowie die Hornhautoberfläche (Topografie).
Es existieren keine Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder Augentropfen, die eine Linsentrübung aufhalten oder rückgängig machen könnten. In frühen Stadien kann eine neue Brillenstärke das Sehvermögen vorübergehend verbessern, doch die einzige wirksame Therapie ist die Operation, bei der die getrübte Linse dauerhaft entfernt wird.
Die Operation ist ein kurzer Routineeingriff: Unter örtlicher Betäubung (meist Tropfanästhesie) wird die getrübte Linse über einen kleinen Schnitt mit Ultraschall verflüssigt und abgesaugt. Anschließend setzt der Operateur eine zusammengefaltete Kunstlinse in den Kapselsack ein.
Die Wunde ist so klein, dass sie ohne Naht verheilt. Der Eingriff dauert etwa 15 Minuten pro Auge, ist schmerzfrei und wird in der Regel ambulant durchgeführt; zuerst wird ein Auge operiert, das zweite folgt nach einigen Tagen oder Wochen.
Dank Tropfenbetäubung spüren die meisten Patienten lediglich ein leichtes Druckgefühl.
Bei Bedarf kann eine beruhigende Sedierung ergänzt werden. Eine Spritze hinter das Auge ist heutzutage selten notwendig.
Vollnarkosen werden nur bei besonderen medizinischen Voraussetzungen eingesetzt.
Monofokallinsen korrigieren eine Entfernung (meist Fernsehen). Für Naharbeit ist anschließend eine Lesebrille nötig. Sie bieten ein sehr gutes Farb‑ und Kontrastsehen und werden von den Krankenkassen übernommen.
Torische Linsen gleichen zusätzlich Hornhautverkrümmungen aus; sie verbessern das Sehen in der Ferne, aber für die Nähe ist häufig noch eine Brille erforderlich.
EDOF‑Linsen (Extended‑Depth‑of‑Focus) erweitern den Tiefenschärfebereich, sodass man in der Ferne und im Zwischenbereich scharf sieht; für Kleingedrucktes ist jedoch meist eine Lesebrille nötig. Halos und Blendungen sind seltener als bei Multifokallinsen.
Multifokallinsen bieten weitgehende Brillenunabhängigkeit in Ferne und Nähe, können aber anfänglich Lichthöfe und Blendungen hervorrufen. Sie eignen sich für Patienten, die viel Wert auf Flexibilität legen und kleine optische Nebeneffekte akzeptieren.
Da jede Linse unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringt, empfiehlt es sich die Linsenwahl gemeinsam mit dem Augenarzt zu treffen. So können Sie ihre Erwartungen und Ansprüche bekannt geben und eine auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Linse erhalten.
Moderne Intraokularlinsen bestehen aus flexiblem Kunststoff und halten ein Leben lang. Sie werden nicht vom Körper abgestoßen und sind im Auge weder sichtbar noch spürbar. Nur in seltenen Fällen kann sich die verbliebene Linsenkapsel eintrüben (sog. Nachstar). Dieser lässt sich mit einem kurzen YAG‑Laser‑Eingriff beseitigen.
Viele Patienten bemerken bereits am ersten Tag nach der Operation eine Sehverbesserung. Die endgültige Sehschärfe stabilisiert sich innerhalb von 4–6 Wochen. In den ersten Tagen kann es zu leichten Fremdkörper‑ oder Sandkorngefühlen kommen; künstliche Tränen lindern dieses Gefühl. Eine Brillenanpassung wird meist nach 4–6 Wochen vorgenommen.
Die Kataraktoperation zählt zu den sichersten chirurgischen Eingriffen. Dennoch sind Risiken wie Infektionen, Blutungen, Schwellungen der Netzhaut, erhöhter Augeninnendruck oder Netzhautablösung möglich. Moderne Chirurgie minimiert diese Risiken. Bei etwa 10 % der Patienten tritt später ein Nachstar auf, der mit einem Laser schmerzfrei behandelt werden kann.
Augentropfen: Mehrfach täglich antibiotische und entzündungshemmende Tropfen für mehrere Wochen.
Hygiene & Duschen: Die erste Woche kein Wasser, Shampoo oder Seife ins Auge bringen; beim Duschen oder Haarewaschen einen Waschlappen über das Auge halten.
Augenreiben vermeiden: Nicht am Auge reiben; sanftes Tupfen statt Wischen.
Schutz: Beim Schlafen nicht auf dem operierten Auge liegen und evtl. einen Augenschutz tragen.
Make‑up: Schminke erst nach 1–2 Wochen benutzen.
Lesen, Fernsehen & Computer: Am Tag nach der OP ist leichte Lektüre oder Fernsehen erlaubt; vermeiden Sie jedoch übermäßige Belastung.
Sport: Spazierengehen ist nach wenigen Tagen möglich. Schwimmen und leichte Sportarten erst nach 2 Wochen; intensiver Sport oder schwere körperliche Arbeit nach 4 Wochen.
Geschlechtsverkehr: Nach etwa einer Woche ist Sex erlaubt, solange kein starker Druck oder Zug auf das Auge ausgeübt wird.
Auto fahren: Erst wieder fahren, wenn Ihr Arzt die Sehleistung bestätigt; meistens nach 1–2 Wochen und nach dem zweiten operierten Auge.
Fliegen & Reisen: Flugreisen sind in der Regel erlaubt; klären Sie bei Fernreisen die augenärztliche Betreuung vor Ort.
Die meisten Patienten sind nach 1–2 Wochen wieder arbeitsfähig. Die Dauer hängt von Ihrer beruflichen Tätigkeit ab und sollte mit dem Augenarzt abgestimmt werden.
Die Operation mit einer monofokalen Standardlinse wird in Österreich von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen; es fällt lediglich eine geringe Zuzahlung an.
Premiumlinsen (z. B. Multifokal‑, EDOF‑ oder torische Linsen) sowie Zusatzleistungen wie Femtosekunden‑Laser verursachen Mehrkosten.
Je nach Linsentyp und Klinik liegen diese bei ca. 1 600 – 3 000 € pro Auge. Private Krankenversicherungen erstatten Premiumlinsen oft teilweise oder vollständig; erfragen Sie dies vorab.
Die Kunstlinse ist im Auge weder sichtbar noch spürbar. Sie besteht aus biokompatiblem Material, wird nicht vom Körper abgestoßen und verursacht in der Regel keine Allergien. Auch außenstehende Personen sehen die Linse nicht.
Beim Nachstar trübt sich nicht die eingesetzte Linse, sondern die feine Linsenkapsel, in der sie liegt. Dies kann Monate oder Jahre nach der Operation auftreten und äußert sich ähnlich wie der ursprüngliche Graue Star – mit unscharfem Sehen oder Blendung. Ein Nachstar lässt sich innerhalb weniger Minuten mit einem YAG‑Laser behandeln; der Eingriff ist schmerzfrei und ambulant.
Glaukom bezeichnet Erkrankungen, bei denen der Sehnerv geschädigt wird. Unbehandelt kann es schleichend zu dauerhaftem Sehverlust kommen. Ziel jeder Behandlung ist es, den Sehnerv zu schützen, meist durch Drucksenkung.
Weltweit bleibt etwa die Hälfte aller Glaukome zunächst unentdeckt. Das liegt daran, dass frühe Stadien oft keine Beschwerden machen. Regelmäßige Vorsorge ist deshalb wichtig.
Früh oft keine. Später fallen seitliche Gesichtsfeldbereiche weg, Sehen kann verschwimmen, vor allem in der Dämmerung.
Bei einem akuten Engwinkelanfall treten plötzlich starke Augen- oder Kopfschmerzen, Übelkeit und Regenbogenringe auf. Das ist ein Notfall.
Höheres Alter, Glaukom in der Familie, erhöhter Augeninnendruck, dünne Hornhaut, hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit, bestimmte Allgemeinerkrankungen und langjährige Kortisontherapie erhöhen das Risiko.
Ab etwa 40 Jahren ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Intervalle richten sich nach Risiko und Befund, meist zwischen 1 und 2 Jahren, bei Diagnose häufiger.
Zur Diagnostik gehören Augeninnendruckmessung, Beurteilung des Sehnervs, Gesichtsfeldprüfung und moderne Bildgebung wie OCT. Die OCT macht feinste Nervenfaserschicht-Veränderungen sichtbar und ist heute Standard.
Für jeden Patienten wird ein individueller Zielwert des Augeninnendrucks festgelegt, meist eine Senkung um etwa 20 bis 30 % gegenüber dem Ausgangswert. Dieser Zielwert wird je nach Verlauf angepasst.
Beschädigte Nervenfasern können nicht wiederhergestellt werden. Mit einer rechtzeitig angepassten Therapie lässt sich das Fortschreiten jedoch in vielen Fällen deutlich verlangsamen oder stoppen.
Augentropfen, Laserbehandlung und Operationen. Die Wahl richtet sich nach Form und Stadium, Verträglichkeit und gewünschter Tropfenfreiheit. Ziel ist eine zuverlässige Drucksenkung und Schutz des Sehnervs.
Die Selektive Lasertrabekuloplastik senkt den Augeninnendruck schonend und ist wiederholbar. Studien zeigen, dass SLT als Erstlinientherapie eine wirksame und kosteneffiziente Alternative zu Tropfen sein kann.
Häufig ja, sofern nicht Laser oder Operation den Druck ausreichend stabil senken. Therapiepläne werden individuell festgelegt und im Verlauf angepasst.
Bei fortgeschrittenem Schaden, unzureichender Druckkontrolle oder Unverträglichkeit anderer Verfahren. Möglichkeiten reichen von minimalinvasiven Glaukomoperationen (MIGS) bis zu klassischen Eingriffen wie Trabekulektomie oder Drainage-Implantaten.
Kontrollintervalle hängen von Stadium und Stabilität ab. Üblich sind Abstände zwischen etwa 3 und 12 Monaten, mit regelmäßiger Druckmessung, OCT- und/oder Gesichtsfeldkontrollen.
Ausreichend Bewegung, gutes Blutdruckmanagement und konsequente Einnahme der verordneten Therapie unterstützen den Verlauf. Bei plötzlich starken Schmerzen, Übelkeit und Sehstörungen sofort ärztliche Hilfe.
Mit früher Diagnose und moderner Behandlung ist schwere Sehbehinderung in Industrieländern selten. Entscheidend sind Vorsorge, Therapieadhärenz und regelmäßige Kontrollen.
Die Makula ist die Stelle in der Mitte der Netzhaut, die scharfes Sehen ermöglicht. Bei der altersbedingten Makuladegeneration gehen die lichtempfindlichen Sinneszellen in diesem Bereich langsam zugrunde. Es werden zwei Formen unterschieden: die trockene AMD, bei der sich Stoffwechselprodukte (sogenannte Drusen) unter der Netzhaut ablagern, und die feuchte AMD, bei der krankhafte Blutgefäße aus der Aderhaut in die Netzhaut einwachsen und Flüssigkeit oder Blut austreten kann.
Die AMD ist vor allem eine Erkrankung des höheren Lebensalters; das Risiko steigt ab etwa 55 Jahren deutlich. Weitere Faktoren sind eine familiäre Veranlagung, Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes, starke Sonnen- und UV‑Belastung sowie starkes Übergewicht. Eine ungesunde Ernährung mit wenigen Antioxidantien und mangelnde Bewegung begünstigen die Entstehung. Bei der feuchten Form spielt zusätzlich eine Störung der Gefäßneubildung eine Rolle.
Die trockene AMD ist mit rund 80 Prozent der Fälle die häufigste Form. Sie schreitet in der Regel langsam voran; im fortgeschrittenen Stadium können Bereiche der Netzhaut verkümmern (geografische Atrophie). Die feuchte AMD tritt seltener auf, führt aber schneller zu einer ausgeprägten Sehminderung. Neue Gefäße wachsen unter die Netzhaut, wodurch Flüssigkeit oder Blut austritt und eine Narbe entstehen kann. Ohne Behandlung verschlechtert sich die zentrale Sehschärfe meist rasch.
Patienten bemerken zunächst Verzerrungen (gerade Linien wirken krumm), verschwommene oder dunkle Flecken im zentralen Gesichtsfeld und Probleme beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern. Farben und Kontraste werden schlechter wahrgenommen. In frühen Stadien sind die Veränderungen oft nur bei einer Untersuchung erkennbar. Die periphere Sicht bleibt erhalten, weshalb Betroffene nicht vollständig erblinden.
Der Augenarzt untersucht den Augenhintergrund nach Erweiterung der Pupillen. Ein einfacher Selbsttest ist das Amsler‑Gitter; hierbei werden Verzerrungen frühzeitig erkannt. Mit der optischen Kohärenztomografie (OCT) lassen sich feine Veränderungen der Netzhaut schichtweise darstellen. Bei Verdacht auf eine feuchte AMD erfolgt oft eine Farbstoffuntersuchung (Fluoreszenzangiografie oder OCT‑Angiografie), um krankhafte Gefäße nachzuweisen.
Die trockene AMD lässt sich noch nicht heilen. Ziel der Therapie ist es, das Fortschreiten zu verlangsamen. Der Verzicht auf Nikotin, die Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker und der Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung sind wichtig. Eine ausgewogene Ernährung mit viel grünem Blattgemüse, Obst, Fisch und Nüssen unterstützt die Netzhaut.
Spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Antioxidantien, Vitaminen, Zink, Kupfer, Lutein und Zeaxanthin können laut Studien bei fortgeschrittener trockener AMD sinnvoll sein. Neue Medikamente zur Hemmung des Komplementsystems befinden sich in der Erprobung.
Die feuchte AMD erfordert eine rasche Therapie, um eine Vernarbung der Netzhaut zu verhindern. Standard ist die Injektion von Wirkstoffen gegen den Gefäßwachstumsfaktor VEGF direkt in den Glaskörper des Auges. Diese Medikamente stoppen das Gefäßwachstum und trocknen das Makulaödem aus. Die Therapie startet meist mit drei monatlichen Injektionen, danach wird das Intervall je nach Aktivität verlängert (sogenannte Treat‑and‑Extend‑Strategien). In einigen Fällen kommt eine photodynamische Therapie oder eine Kombination aus beiden Methoden zum Einsatz. Je früher behandelt wird, desto höher ist die Chance, die Lesefähigkeit zu erhalten.
Die Injektionen werden unter sterilen Bedingungen in der Praxis durchgeführt. Das Auge wird mit Tropfen betäubt, sodass Patienten meist nur einen leichten Druck spüren. Nach dem Eingriff kann das Auge brennen oder leicht gerötet sein. Schwere Komplikationen wie Infektionen im Auge (Endophthalmitis), Netzhautablösungen oder Blutungen sind sehr selten. Ihr Arzt bespricht vorher Hygiene‑ und Verhaltensregeln, um das Risiko weiter zu minimieren.
Die Anzahl der Injektionen hängt vom individuellen Verlauf ab. Häufig werden zu Beginn drei monatliche Injektionen gegeben. Danach werden die Abstände Schritt für Schritt verlängert, wenn das Auge stabil bleibt. Viele Patienten benötigen über mehrere Jahre regelmäßig Injektionen, um das Sehvermögen zu stabilisieren. Regelmäßige Verlaufskontrollen mit OCT sind wichtig, damit eine erneute Aktivität rechtzeitig erkannt wird.
Es gibt eine erbliche Komponente, sodass Angehörige ersten Grades ein erhöhtes Risiko haben. Forscher haben bestimmte Genvarianten identifiziert, die die Erkrankung begünstigen. Dennoch spielen Umweltfaktoren wie Rauchen, Ernährung und UV‑Belastung eine ebenso große Rolle. Wer familiär vorbelastet ist, sollte regelmäßige augenärztliche Kontrollen wahrnehmen.
Eine vitaminreiche Ernährung kann den Verlauf der AMD günstig beeinflussen. Dunkelgrünes Blattgemüse wie Grünkohl oder Spinat enthält viel Lutein und Zeaxanthin, die sich schützend in der Makula ablagern. Fettreicher Seefisch liefert Omega‑3‑Fettsäuren, die Entzündungen hemmen.
Obst, bunte Paprika und Beeren liefern antioxidative Vitamine. Erhöhte Zufuhr von Vitamin C, E, Zink und Kupfer ist in Form von Nahrungsergänzungsmitteln möglich, wenn der Arzt das empfiehlt. Verzichten Sie auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum und trinken Sie ausreichend Wasser.
Das Wichtigste ist der Verzicht auf Zigaretten. Tragen Sie im Freien eine Sonnenbrille mit UV‑Filter und Hut, um die Augen vor intensiver Strahlung zu schützen. Bewegen Sie sich regelmäßig und halten Sie Gewicht, Blutdruck und Blutzucker unter Kontrolle. Ernähren Sie sich vielseitig und nutzen Sie das Amsler‑Gitter, um Veränderungen früh zu bemerken. Lassen Sie den Augenhintergrund regelmäßig beim Augenarzt untersuchen, vor allem ab dem 50. Lebensjahr oder bei familiärer Vorbelastung.
Viele Menschen mit AMD dürfen weiter Auto fahren, solange die Sehleistung der gesetzlichen Mindestanforderung entspricht. In Österreich muss die Sehschärfe auf dem besseren Auge mindestens 0,7 betragen. Ihre Fahreignung wird regelmäßig geprüft. Bei fortgeschrittener feuchter AMD oder ausgeprägtem zentralem Gesichtsfeldausfall kann es jedoch notwendig sein, das Fahren zu beenden. Ihr Augenarzt berät Sie dazu individuell.
Bislang ist keine alternative Therapie wissenschaftlich bewiesen, die das Fortschreiten der AMD stoppen oder rückgängig machen könnte. Angebote wie Akupunktur, Homöopathie oder Naturheilmittel werden zwar beworben, es gibt aber keine zuverlässigen Studien zur Wirksamkeit. Im Vordergrund sollten medizinisch anerkannte Therapien und eine gesunde Lebensweise stehen. Sprechen Sie vor jeder selbst gewählten Behandlung mit Ihrem Augenarzt.
Eine Katarakt‑Operation ist trotz AMD grundsätzlich möglich. Bei fortgeschrittener AMD verbessert sie die zentrale Sehschärfe allerdings nur bedingt; sie kann aber das Sehen insgesamt klarer machen. Vor einem geplanten Eingriff wird der Retina‑Zustand sorgfältig untersucht. Andere Operationen wie Laser‑Behandlungen oder Netzhautchirurgie sind für AMD nur selten angezeigt. Ihr behandelnder Augenarzt klärt Sie individuell über Risiken und Nutzen auf.
Aktuell werden zahlreiche Ansätze erforscht: langwirkende Depot‑Injektionen, Gentherapien zur dauerhaften Unterdrückung des Gefäßwachstumsfaktors, Medikamente gegen das Komplementsystem bei trockener AMD sowie Stammzelltherapien zum Ersatz geschädigter Netzhaut. Die meisten Verfahren befinden sich noch in klinischen Studien. Sobald neue Therapien zugelassen sind, informieren Augenärzte ihre Patienten darüber.
Ein Flügelfell ist eine gutartige, dreieckige Wucherung der Bindehaut, die langsam auf die Hornhaut (den „Fensterbereich“ des Auges) wächst. Auslöser sind meist langjährige Reizung durch Sonnenlicht (besonders UV‑Strahlung), Wind oder Staub. Häufig betroffen sind Menschen, die viel im Freien arbeiten oder intensiv Wassersport betreiben. Auch trockene Augen und genetische Veranlagung können eine Rolle spielen. Anfangs verursacht ein Pterygium nur leichte Rötungen oder ein Fremdkörpergefühl; bei fortschreitendem Wachstum kann es Astigmatismus (Hornhautverkrümmung), vermindertes Sehen oder kosmetische Beeinträchtigungen verursachen.
Eine Operation wird empfohlen, wenn das Flügelfell wächst und sich der Pupille nähert, Ihre Sehschärfe durch Hornhautverkrümmung oder ein „Zug“ am Auge beeinträchtigt wird oder Sie an anhaltenden Reizungen, Rötungen oder Trockenheit leiden. Auch wenn das Flügelfell geplante Eingriffe wie eine Laser‑ oder Katarakt‑Operation behindert, ist eine vorherige Entfernung sinnvoll. Manche Patientinnen und Patienten entscheiden sich außerdem aus kosmetischen Gründen für eine frühe Operation. Je eher der Eingriff erfolgt, desto geringer sind Narbenbildung und Rezidivgefahr.
Die Flügelfell‑OP ist ein ambulanter Eingriff. Nach eingehender Voruntersuchung wird das Auge lokal betäubt, oft kombiniert mit einer beruhigenden Sedierung. Der Chirurg entfernt das veränderte Gewebe behutsam von der Hornhaut und dem weißen Teil des Auges.
Um die Wunde zu schließen und die Rückfallquote zu senken, wird ein kleines Stück gesunde Bindehaut aus dem oberen Augenbereich entnommen und als „Transplantat“ auf die Defektstelle gesetzt. Dieses Transplantat wird je nach Technik entweder vernäht oder – bei modernen Verfahren – mit Fibrinkleber befestigt.
Die Operation dauert meist 30–60 Minuten; bei sehr kleinen Flügelfellen kann sie schneller abgeschlossen sein.
Die Flügelfell‑OP ist ein ambulanter Eingriff. Nach eingehender Voruntersuchung wird das Auge lokal betäubt, oft kombiniert mit einer beruhigenden Sedierung.
Der Chirurg entfernt das veränderte Gewebe behutsam von der Hornhaut und dem weißen Teil des Auges. Um die Wunde zu schließen und die Rückfallquote zu senken, wird ein kleines Stück gesunde Bindehaut aus dem oberen Augenbereich entnommen und als „Transplantat“ auf die Defektstelle gesetzt.
Dieses Transplantat wird je nach Technik entweder vernäht oder mit Fibrinkleber befestigt. Die Operation dauert meist 30–60 Minuten; bei sehr kleinen Flügelfellen kann sie schneller abgeschlossen sein.
Dank lokaler Betäubung spüren Sie während der Pterygium‑Entfernung keine Schmerzen. Einige Patienten bemerken lediglich einen leichten Druck. Eine Beruhigungsspritze (Sedierung) kann zusätzliche Anspannung nehmen.
Allgemeine Narkose wird nur selten eingesetzt, etwa bei sehr ängstlichen Patienten. Nach dem Eingriff können Sie sich ausruhen und kurz darauf die Praxis verlassen - selbst fahren sollten Sie am Operationstag jedoch nicht.
Vor dem Eingriff erfolgt eine gründliche Untersuchung, um die Diagnose zu bestätigen und die optimale Methode festzulegen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob Sie blutverdünnende Mittel oder andere Medikamente einnehmen; bestimmte Präparate müssen in Absprache mit Ihrem Hausarzt vorübergehend abgesetzt werden.
Am Operationstag sollten Sie kein Augen‑Make‑up oder Cremes verwenden und weiche Kontaktlinsen mindestens einen Tag zuvor entfernen. Nehmen Sie eine Begleitperson mit oder organisieren Sie einen Fahrdienst, da Sie nach der Operation nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen sollten.
Direkt nach der OP wird das Auge meist mit einem Verband abgedeckt. Leichte Schmerzen, Fremdkörpergefühl, Tränenfluss oder Lichtempfindlichkeit sind in den ersten Tagen normal und lassen sich mit Schmerzmitteln gut kontrollieren. Wir verordnen antibiotische und entzündungshemmende Augentropfen für 4–6 Wochen, um Infektionen zu verhindern und die Rückfallquote zu senken.
Vermeiden Sie in den ersten zwei Wochen körperlich anstrengende Tätigkeiten, Schwimmen, Sauna, Make‑up und das Reiben der Augen; leichte Büroarbeiten sind nach einigen Tagen möglich. Je nach Berufsbild sind Sie nach etwa 3–7 Tagen wieder arbeitsfähig; bei körperlicher Arbeit kann eine längere Schonung nötig sein.
StandardÂoperationen ohne Transplantat führten früher zu Rückfallraten von bis zu 50 %. Moderne Techniken mit Bindehaut‑Autotransplantat senken das Rezidivrisiko deutlich auf etwa 5–15 %. Wird zusätzlich Fibrinkleber oder Mitomycin C eingesetzt, ist ein Wiederauftreten in weniger als 1–5 % der Fälle zu erwarten.
Wichtig ist auch die Nachsorge: Konsequente Anwendung der Tropfen, Tragen einer Sonnenbrille mit UV‑Filter und Meidung von Reizfaktoren wie Staub oder Rauch unterstützen eine nachhaltige Heilung.
Leider gibt es keine Medikamente, die ein Flügelfell dauerhaft entfernen können. Bei sehr kleinen und symptomfreien Pterygien können Tränenersatzmittel und gelegentliche KortisonÂ‑Tropfen Beschwerden lindern und das Wachstum verlangsamen. Entscheidend sind Sonnenschutz (Sonnenbrille, Hut), das Vermeiden von Zigarettenrauch und eine ausreichende Benetzung der Augenoberfläche. Sobald das Pterygium jedoch die Sehachse bedroht oder Beschwerden verursacht, ist eine Operation die einzige definitive Lösung.
In spezialisierten Zentren wird heute fast immer eine Bindehaut‑Autograft‑Technik angewendet: Nach Entfernung des Flügelfells wird ein eigenes Stück Bindehaut („Autotransplantat“) auf die Lücke transplantiert. Damit erhalten Sie eine optisch unauffällige, gut verwachsene Bindehaut und die Rezidivrate sinkt erheblich.
Fibrinkleber als „biologischer Klebstoff“ ersetzt dabei die früher üblichen Fäden, wodurch die Operation kürzer dauert, weniger reizend ist und das Fremdkörpergefühl schneller verschwindet.
Zusätzlich können bei stark wiederkehrenden Pterygien Medikamente wie Mitomycin C eingesetzt werden, um das Zellwachstum zu reduzieren.
Ja. In der Regel erhalten Sie antibiotische Tropfen für ein bis zwei Wochen, um Infektionen vorzubeugen, und Cortison‑Tropfen für insgesamt vier bis sechs Wochen zur Entzündungshemmung.
Manchmal werden kombinierte Präparate verwendet. Darüber hinaus empfehlen wir regelmäßig Tränenersatzmittel zur Befeuchtung. Die genaue Dosierung und Dauer richten sich nach der Größe des Pterygiums, dem Operationsverlauf und Ihrer individuellen Heilung.
In Österreich wird eine medizinisch notwendige Pterygium‑OP in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn sie in einem Vertragskrankenhaus oder einer Kassenordination durchgeführt wird.
Entscheiden Sie sich für die Operation bei einem Wahlarzt oder in einer privaten Klinik, müssen Sie mit einem Selbstbehalt rechnen, der je nach Umfang des Eingriffs, verwendeten Materialien und Narkoseart variiert.
Private Zusatzversicherungen oder Unfall‑/Berufsunfähigkeitsversicherungen können einen Großteil der Kosten erstatten.
Liegt ein Flügelfell an beiden Augen vor, operiert man in der Regel ein Auge nach dem anderen, damit Sie immer mit dem unbehandelten Auge sehen können und sich bei der Pflege nicht einschränken müssen.
Bei stabilen Befunden und längerer Anreise kann in Ausnahmefällen ein beidseitiger Eingriff geplant werden; dies muss individuell besprochen werden. Zwischen zwei Operationen sollten aber mindestens vier bis sechs Wochen liegen, damit das erste Auge ungestört heilen kann.
Wenn das Pterygium die Hornhaut verkrümmt oder in die Pupille hineinwächst, kann die Entfernung die Sehschärfe deutlich verbessern und störende Reflexe oder Doppelbilder beseitigen. Bei kleineren Pterygien ohne Sehstörung bleibt die Brillenstärke meist unverändert.
In manchen Fällen kann trotz erfolgreicher Operation eine Hornhautverkrümmung bestehen bleiben; eine neue Brille oder weitere refraktive Maßnahmen können dann sinnvoll sein.
Ein erfahrener Ophthalmologe mit Schwerpunkt Hornhaut‑ und Bindehautchirurgie beherrscht moderne Operationstechniken, setzt bei Bedarf hochwertige Nahtmaterialien oder Fibrinkleber ein und betreut Sie auch in der Nachsorge umfassend.
In Wien profitieren Sie von kurzen Wegen, moderner medizinischer Infrastruktur und der Möglichkeit zur stationären oder ambulanten Operation. Zudem kann Ihr Augenarzt Ihre Sehprobleme - von der ersten Untersuchung über die Operation bis zur Brillenanpassung - aus einer Hand betreuen.
Spezialisierte Chirurgen haben ein niedrigeres Risiko für ein Rezidivr und erzielen ästhetisch anspruchsvolle Ergebnisse, sodass Ihre Augen nach der Behandlung natürlich und klar wirken.
• Lidstraffung (Blepharoplastik)
• Schlupflider (Ektropium, Entropium)
• Hängende Augenlider (Ptosis)
• Entfernung von Warzen, Hagelkörnern, etc. (Exzision)
Standardlinsen:
• Monofokallinsen
• Astigmatismuskorrektur
Premiumlinsen:
• Multifokallinsen
• Monovision
• Extended Depth of Field Linsen
• Glaskörperentfernung (Vitrektomie)
• Membranpeeling (Epiretinale Gliose, Makulaforamen)
• Netzhautablösung (Ablatio retinae)
• Netzhaut (ALK Laser)
• Nachstar (YAG Laser)
• Glaukom (SLT LAser)